Experte in Sachen Abenteuer

Extrembergsteiger Huber begeisterte 600 Besucher Wetzlar

Unter den Bergsteigern sind die „Huberbuam“, wie sich die oberbayrischen Naturburschen Alexander und Thomas nennen, längst eine Legende. Der Sektion Wetzlar, des Deutschen Alpenvereins ist es jetzt gelungen, Alexander Huber mit seinem Panoramavortrag “Die fünfte Dimension“ nach Wetzlar zu holen. In der Wetzlarer Stadthalle fasziniert der Extrembergsteiger in Bild und Film über 600 Besucher.

Mit dem 43-jährigen Gast aus den bayrischen Berchtesgaden präsentierte sich ein Referent, der es verstand, seine Zuhörer rund 150 Minuten in Spannung zu halten. Die unglaublichen Bilder, arrangiert mit eindruckvollen Filmsequenzen und steiler Musik waren ein Erlebnis der besonderen Art.

„Ja, ich bin ein unruhiger Geist“, erzählt Huber zu Beginn, als er sich und sein Team als „moderne Gladiatoren“ der Berge bezeichnete. Ich habe 1988 meine wissenschaftliche Laufbahn an den Nagel gehängt um mich ganz auf das Klettern zu konzentrieren“, so Alexander. „Bergsteigen kann zur Leidenschaft werden, du musst dir aber auch der ständigen Lebensgefahr bewusst sein“, so der Extremkletterer über die Risiken seines Sports. „Eigentlich sind wir „Huberbuam“ aus einer Laune heraus zum Speedklettern gekommen. Wir wollten einfach alle Facetten unseres Sports auskosten“, erzählt Huber, der schon als 12-jähriger mit seinem Vater extreme Bergtouren unternommen hatte.

Das Erklimmen von steilen Wänden und Überhängen ohne Gurt und Seil, ist eine besondere, aber auch jeweils neue Herausforderung, ein Abendheuer mit meist unsicherem Ausgang. Und auf der Suche nach dem richtigen Weg kletterte er schon an den horizontalen Dächern der „Drei Zinnen“, kämpfte in der eisigen Kälte der Antarktis mit Granitwänden und suchte im Karakorum dem, mit über 8000 Meter höchsten Gebirge Ostasiens, das Abendheuer. Dabei ist immer wieder von Teamgeist und effizientem Risikomanagement die Rede. „Der Weg zum Glücksgefühl ist oft mehr als steinig. Rückschläge fesseln einen im Tal und du kannst die Berge nur von unten betrachten“, bekennt Huber. „Aber mit Leidenschaft und dem Glauben an mich selbst habe ich nie aufgegeben, für einen kurzen Moment im Vakuum der Freude und des Glücks zu leben“.

Auch die Besucher in der Stadthalle durchlebten einen ungewöhnlichen Balanceakt zwischen atemloser Anspannung und befreiender Freude, wenn Huber und sein Team nach oft tagelangem Kampf mit dem Berg, überglücklich am Gipfelkreuz stehen. So bei der Vision, die „Drei Zinnen“ mit ihren bis zu sechshundert Meter hohen Steilwänden im „Schnelldurchlauf“ zu erklimmen. „Es war ein ständiger Kampf zwischen Körper und Geist, bei dem nach vielen Stunden letztlich der Wille gesiegt hatte.

Exzellente Nahaufnahmen führten den Besucher hautnah an das Geschehen in der Antarktis, sie wurden förmlich eingebunden, wenn die Extremkletterer mit schwerem Gepäck ihre Sicherungshaken in den Granit des Schattenberges trieben und sich bei Schnee und Eis schrittweise in Richtung Gipfel verkämpften.

Eine ganz andere Sichtweise bekamen die Bergfreunde bei der Expedition der „Huberbuam“ in Ostasien. Hier machten sie in der letzten bewohnten Siedlung am Fuß des Karokorum-Gebirges Station, nicht nur um auf das Elend der hier lebenden Pakistani zu verweisen, sondern auch, um den Menschen finanzielle Hilfe zu bringen.

Hier zeigte sich dem Besucher plötzlich das ganz große Herz, ein Stück menschlicher Nächstenliebe, das in den sonst so harten Burschen steckt. Da wird der freie Durchstieg zum Gipfel des 6300 Meter hohen Granatkegels „Nameless Tower“ letztlich zu einer spannenden Nebensache.

Alex HuberAlex HuberAlex Huber

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