Tour A9 - Watzmann-Überschreitung und Besteigung der Schärtenspitze

Starker Wind peitscht das Wasser des Königsees derart auf, dass sogar der Schiffsbetrieb zeitweise eingestellt werden muss

 

Wetterkapriolen in den Berchtesgadener Alpen.

Ein echtes Highlight zum Abschluss des Bergsommers hatten wir geplant und uns große Ziele für die Tour in den Berchtesgadener Alpen gesetzt. Die berühmte Watzmannüberschreitung und die Überschreitung der Schärtenspitze standen auf dem Programm. In den letzten Jahren hatte sich gerade der Spätsommer als ausgezeichnete Zeit für diese Unternehmungen gezeigt. Doch dieses Jahr sollte es anders kommen.

Wenige Tage vor unserem Aufbruch zog eine Kaltfront durch die Alpen. In den Westalpen fiel bereits reichlich Schnee und auch auf dem Watzmanngrat landeten schon die ersten Flocken. Damit aber nicht genug. Als wir zur Tour aufbrachen, stand die nächste Kaltfront vor der Tour. Sie sollte genau am Tag unserer angedachten Watzmannüberschreitung im Gebiet eintreffen und erheblichen Schneefall mit sich bringen. Die Überschreitung war damit undurchführbar. Wie hofften, zumindest noch den ersten der drei Watzmanngipfel, das Hocheck, erreichen zu können. Doch auch dieser Traum platzte. Der Hüttenwirt im Watzmannhaus riet uns von diesem Vorhaben eindringlich ab, der Schnee der Vortage blockierte noch den Steig.

Wir fanden schnell eine Alternative. Über den schönen aber ausgesetzten Rinnkendlsteig stiegen wir hinab zum Königsee. Als wir dort am frühen Nachmittag ankamen, schlug das Wetter im Zuge der eintreffenden Kaltfront plötzlich um. Starker böiger Wind peitschte das eben noch so ruhige Wasser des Königsees derart auf, dass der Schiffsverkehr zeitweise eingestellt werden musste. Wir warteten bei Kaffee und Kuchen, bis die Rückfahrt über den See dann doch noch möglich war. Dicke Wolken am Watzmannmanngrat bestätigten die Richtigkeit unserer Planänderung.

Leider durchkreuzte das Wetter auch unser zweites Projekt. Der Schnee war so tief heruntergefallen, dass wir aus Sicherheitsgründen auch von der Überschreitung der Schärtenspitze Abstand nahmen. Wir drehten vor dem Gipfelaufbau um und gingen direkt zur Blaueishütte.

Am nächsten Morgen stiegen wir im Regen ab. Mittags beim Aufstieg auf die Reiter Alpe besserte sich aber das Wetter und wir konnten die abwechslungsreiche Wegführung des Schrecksteigs hinauf zur Neuen Traunsteiner Hütte genießen. Unser Abstieg am Folgetag über den Wachterlsteig gestaltete sich dann anstrengender als erwartet, denn durch die Nässe der Vortage war das mit Wurzeln durchsetzte Waldgelände äußerst rutschig. Wir ließen uns daher Zeit und erreichten sicher den Parkplatz.

Auch wenn unsere ursprünglichen Pläne nicht aufgingen, hatten wir trotzdem stets ausgefüllte Tage und eine spannende Zeit.

Bilder und Text: Peter Mandler

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