Statt nach Island in die Rhön!

Ein langes Zelttrekking durch das einsame Hochland im Süden Islands, dies war der ursprüngliche Plan für Mitte August. So stand es auch im DAV-Programmheft und das waren die Erwartungen der Teilnehmer. Die Corona-Pandemie machte dieses Vorhaben leider unmöglich.

Die meisten der Angemeldeten wollten aber trotzdem etwas unternehmen und baten den Tourenleiter, eine Alternative nahe der Heimat auszuarbeiten. Schnell fiel die Entscheidung für eine Weitwanderung in der Rhön. Der Großteil der Island-Aspiranten beschloss mitzukommen. Es sprang sogar weiterer Wanderfreund auf den Zug auf.

Die gewählte Route folgte dem Fernwanderweg „Hochrhöner“. Von Bad Kissingen in Bayern ging es durch die hessische Rhön bis zum Zielort Bad Salzungen in Thüringen. Wir wählten die westliche Variante durch die sogenannte Kuppenrhön. Unsere Route führte uns daher auch über einige prominente Gipfel. Hervorzuheben sind der Kreuzberg (928 m), die Wasserkuppe (950 m) und die Milseburg (835 m). Insgesamt erwanderten wir auf 8 Etappen rund 150 km. Auch wenn die Gipfelhöhen im Vergleich zu anderen Gebirgen überschaubar blieben, hatten wir einige lange Anstiege zu bewältigen. Abgesehen von einigen Hotspots waren aber nur wenige Wanderer unterwegs.

Meist hatten wir gutes, sonniges, ja zum Teil sehr heißes Wetter. Die Wege waren in ausgezeichnetem Zustand, den im Wanderführer zum Teil angekündigten Morast begegneten wir nie. Ein weiteres Zeichen für den viel zu trockenen Sommer. Nur ganz selten zogen wir die Regenjacken an, u.a. bei unserem Marsch durch das Rote Moor nahe der Wasserkuppe. Das schmälerte das Erlebnis aber nicht im Geringsten. Die über das Moor ziehenden Nebelschwaden und der von den Bäumen tropfende Regen gaben dem Abschnitt einen mythischen Charakter.

Obwohl wir doch ursprünglich in Island ein Zelttrekking geplant hatten, freuten wir uns doch allabendlich eine feste Unterkunft beziehen zu können. Statt Trockennahrung und Tütensuppen standen nun Schnitzel, Spaghetti und auch Forelle auf dem Speiseplan.

Obwohl zunächst als Provisorium gewählt, gefiel uns allen die Tour sehr gut. So etwas könnten wir uns auch in den nächsten Jahren wieder vorstellen, selbst wenn Fernreisen wieder möglich sind. Es gibt in Deutschland noch viele andere schöne Gegenden!

Text und Fotos: Peter Mandler

Foto 1:
Gespenstisch liegt es da, das Rote Moor nahe der Wasserkuppe

Foto 2:
Aufstieg zur Wasserkuppe

Foto 3:
Die Wandergruppe auf dem Gipfel der Milseburg

 Foto 4:
Kein Wunder, dass man die Rhön auch das Land der weiten Ferne nennt

Bild 1

Bild 2

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Foto 4

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