Tourenbericht: Einführung ins alpine Wandern Kurs BW 22

Voller Vorfreude trafen wir uns am Sonntagnachmittag in Obermauern an der Isel im Virgental. Mit 2 Fahrgemeinschaften waren wir mit 6 Personen „CO2-reduziert“ angereist und voller Tatendrang.

Noch am späten Nachmittag des Anreisetages stiegen wir mit unseren „Mittelgebirgshaxen“ die 500 Hm in nur gut einer Stunde zur Nilljochhütte (1980 m) auf, die an der Südflanke des Großvenediger-Massivs liegt Dort erwarte uns neben einer freundlichen Begrüßung ein atemberaubender Blick ins Virgental und das umliegende Bergpanorama.

Jeder Kursteilnehmer hatte die Aufgabe eine der Tagesrouten zu planen. Die erste Tagestour startete am 2. Tag zur Eisseehütte (2521 m). Während der abwechslungsreichen Tour wurden wir von Steinadlern begleitet und dicke Wolken beschwerten uns Regen, leichte Graupelschauer und Schnee bei Ankunft in der Hütte. Am Nachmittag inspizierten noch 3 Unermüdliche den komplett verschneiten Eissee (2661 m) und das umliegende Terrain. Bereits zum 3. Mal hintereinander verhinderte das schicksalsträchtige osttiroler Bergwetter, in Form der verschneiten Zopatscharte (2958 m), dass Norbert mit seinen „Einführungs“- Alpinisten die für den nächsten Tag geplante Wanderung zur Johannishütte nicht antreten konnte.

Die "Umleitung" machte einen extremen Abstieg von rd. 1300 Hm nach Hinterbichl erforderlich, welcher von Murmeltieren neugierig beäugt wurde. Leider ließ dieser Abstieg die Zahl der Teilnehmer für die nächsten zwei Tage auf fünf Personen schrumpfen. Ursächlich dafür war nach Einschätzung der glücklicherweise nur Leichtverletzten: „wohl doch ungeübte Mittelgebirgsknie ohne Training“. Von Hinterbichl (1329 m) aus wurde nun die Clarahütte (2038 m) ins Visier genommen, die wir durch den Aufstieg entlang des höchst eindruckvollen Wasserschaupfad "Umbalfälle", inmitten alpiner Blumen und Heilkräuter und bei bestem Wanderwetter erreichten. Wir erfreuten uns alle an dem Erwerb eines „frischen“ Shirts von der „Clarahütte“ und hatten einen sehr schönen Abend mit Gitarrenspiel, Gesang und reichlich gutem Hüttenschmaus.

Tag 4 führte uns von der Clarahütte zur Neuen Reichenberger Hütte, wobei es eines der passierten Schneefelder in sich hatte. Das in einer Nordkehre gelegene, unerwartet komplett vereiste und steile Schneefeld verlangte von den Kursteilnehmern allen Mut und vom Kursleiter alles Können ab. Auf dem Weg von der Neuen Reichenberger Hütte zur Lasnitzen Alm begleitende uns bei herrlichem Sonnenschein der stetige Panoramablick zu den weiß leuchtenden Dreiherrenspitz (3499 m) bzw. zu den beiden Simonyspitzen (3488 m), links neben dem Großvenediger (3661 m) gelegen. Den Sieg unseres stetig mitlaufenden "Kaiserschmarren-Rankings" errang schließlich die Lasnitzen Alm, unsere letzte Station. Ein wenig Wehmut kam auf, als sich alle Teilnehmer hier -am Freitagabend- darüber klar wurden, dass Samstag nach dem morgendlichen Abstieg die Heimreise anstehen würde. Bekämpft wurden diese negativen Gedanken mit vielen Geschichten, viel Lachen, Jagertee und Ähnlichem beim Würfeln.

Der Dank an Norbert Hartmann kann nicht groß genug sein. Er zeigt ungeübten "Frischlingen" wie man die Wanderstiefel schnürt, eignet sich als Schutzschild vor Weidevieh, kennt die Berge, die Hütten, das Wetter und die Natur so gut, dass er immer bereichernde Anmerkungen machen kann und auch dem langjährigen Bergfreund ein guter Gesprächspartner ist.

 

Ein paar gereimte Verse von Tourenteilnehmerin Eva..

Vier Mädels waren es und zwei Buben,
die wollten den besten Kaiserschmarrn suchen.
In Osttirols alpinen Höhen,
sah man sie von Hütte zu Hütte ziehen.
Sie schnauften hoch auf steilen Wegen,
damit die Kalorien keine Bäuche ergeben.
Die Richtung gab der Norbert vor,
er kennt sich aus auf dieser Tour.*
Gute Gespräche ergaben sich gleich,
die machten die Wanderung extrem reich.
Nicht alle hatten den gleichen Geschmack,
zum Ende stimmte man demokratisch ab.
Nun hatten wir einen Kaiserschmarrn-Sieger
die letzte Hütte war der Überflieger.
Das Treffen bei Norbert wird es uns nun zeigen,
kann die Lasnitzen der Sieger bleiben?
Wir danken noch einmal dem Norbert ganz herzlich
vermissen wir doch diese Zeit jetzt schon schmerzlich.

 

Auch Regina hat einen kleinen Bericht zu dieser Tour verfasst: 

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten, Stau auf den Straßen, Auto macht Probleme, haben wir es doch zu einer guten Zeit geschafft, zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zu gelangen und sogar trockenen Fußes die erste "Hütte" unserer Wanderung "Einführung ins alpine Wandern" zu erreichen. Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, die von Anfang an recht gut harmoniert hat. Vor allen Dingen nachdem bekannt wurde, dass es ab sofort jeden Abend mindestens einen Kaiserschmarren geben müsste, um verbrauchte Kalorien auf jeden Fall zurück zu holen. Diesen Vorschlag fanden alle super. Die "Kaiserschmarren-Challenge" begann.. Die nächsten zwei Tage waren sehr spannend, wir kamen vom Regen in den Schnee, die Kaiserschmarren haben wir uns redlich verdient und konnten auf Grund der Wetterbedingungen und einem sehr guten "Teamleiter" viel lernen, wie man sich auch in spannenden Situationen zu verhalten hat und das Kartenlesen kam natürlich auch nicht zu kurz. Wir hatten einfach alles, Schneefelder, unbefestigte "Wege", Sonne, tolle Eindrücke der Natur, viel gelernt, viel gelacht, viele Kaiserschmarren.. Die letzte Unterkunft bei bestem Wetter und bester Sicht war natürlich die Beste und da gab es natürlich auch den besten Schmarren (Eintrag ins Hüttenbuch).

Regina Rozowski

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