Tourenbericht: Klettersteige in den Dolomiten

Unter der Leitung des Trainers C Bergsteigen, Gernot Zimmerschied, fand vom 09.07 – 16.07.2022 die Tour „Klettersteige in den Dolomiten“ statt.
Wir trafen uns am 9. Juli gegen 16 Uhr in Südtirol auf dem Parkplatz der Frommeralm. Die Kabinenbahn König Laurin beförderte uns unmittelbar zur Kölner Hütte (2337 hm). Dort waren wir für drei Nächte gebucht. Wir wurden sehr herzlich empfangen und freundeten uns umgehend mit den Gastleuten an. Bereits am ersten Abend konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang mit phantastischen Blicken bis hin zum Ortler genießen. Das Wetter sollte uns die ganze Woche Sonnenschein bescheren.

 

Unsere erste Tour führte uns am Sonntag, 10. Juli, über den Santner-Klettersteig hoch zur neu errichteten Santner-Hütte. Noch an der Hütte kontrollierten wir unsere Klettersteigausrüstung und ab ging´s. Auf dem Santner-Pass angekommen stiegen wir nach einer kurzen Rast hinab zur Gartl-Hütte, dort kurze Einkehr, und danach weiter vorbei an den Vajolet-Türmen und der Vajolet-Hütte in Richtung des Passes Pasda le Coronele zurück zur Kölner Hütte. Für den erstem Tag eine recht anstrengende Tour.
Am zweiten Tourentag stand die Rotwand (Roda di Vael, 2806 hm) über den recht anspruchsvollen Rotwand-Klettersteig auf dem Programm. Wir starteten wie üblich gegen 08:30 Uhr, passierten den Vaiolon-Pass und erreichten den Gipfel dieses atemberaubenden Berges nach ca. 3 Stunden. Eine einstündige Rast, die Dohlen und natürlich auch uns selbst gefüttert und danach den Rückweg über denselben Steig angetreten.
Am Dienstag, 12. Juli, setzen wir nach Corvara über. Ein sehr idyllischer Ort mitten im Herzen der Dolomiten. Wir hielten am Grödner-Joch an und bestiegen die Große CIR Spitze (2592 hm), von wo aus man einen einzigartigen Rundblick bis hin einigen gewaltigen Massiven der Dolomiten genießen kann. Das Sella-Massiv, der Langkofel, die Seiser-Alm mit ihrem Schlern, in der Ferne die Geißler-Spitzen, der Heiligkreuzkofel und die Fanes-Gruppe lächelten uns entgegen. Auf dem Rückweg Einkehr bei „Jimmi“ mit Apfelstrudel für 7,50 Euro. Anschließend bezogen wir unsere Unterkunft (Hotel Miramonti in Corvara) direkt unterhalb des Hausberges von Corvara, dem Sassongher.
Der Heiligkreugkofel sollte das Ziel unserer vierten Bergtour sein. Wir fuhren nach Pedraces, von dort mit der Bahn hoch zur Gedenkstätte Dlijia da la Crusc, eine halbe Stunde durch Latschenkiefer und erreichten schließlich den Einstieg des Steiges. Ein recht einfacher, aber dennoch ausgesetzter Klettersteig, der uns zeitweise das Gefühl völliger Einsamkeit vermittelte. Der Steig führte uns hoch auf eine Mondlandschaft die seines Gleichen sucht. Nach einer einstündigen Pause machten wir uns auf den Rückweg und kehrten an der Berghütte Heiligkreuz ein, wo wir uns mit Schorle, Cappuccino und Apfelstrudel stärkten.
Am Abend dann, auf Wunsch von Markus, legten wir eine theoretische Bergrettungseinheit ein.
Das Thema „Wie bekomme ich möglichst sanft ein Baby auf einer Berghütte“ interessierte nicht nur Anita und Valentina, sondern auch Michael hörte und sah aufmerksam zu.
Unsere fünfte und vorletzte Bergtour führte uns auf den Hausberg von Corvara, den 2665 Meter hohen Sassongher, den wir ohne Klettersteigset bewältigen konnten. Kurz mit dem Auto nach Colfosco und von dort mit der Col-Pradat-Bahn 200 hm eingespart, was sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgrund der recht anstrengenden Bergrettungseinheit am Vorabend verdient hatten.
Am Gipfel des Sassongher angekommen trafen wir eine Gruppe sehr netter Italiener, die uns Ratschläge hinsichtlich des besten Eises in Corvara vermittelten (Tipp: Versteckte Eisdiele an den Tennis-Plätzen). Das wurde natürlich noch am selben erprobt. Ergebnis: hervorragend.
Unsere letzte Tour starteten wir in La Villa. Der neu angelegte Klettersteig mit heftigen C-Stellen konnte Valentina nicht schrecken. Der Steig, der auch für Christian leicht zu bewältigen war, führte uns hoch zur Gardenacia-Berghütte. Abends noch einmal Eis und anschließend auf Wunsch von Heinrich noch einmal Pizzeria Fornella, so waren wir auch am letzten Abend gut drauf. Ein insgesamt runder Abschluss unserer Tourenwoche.
Ich hoffe, dass ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Freude an den Bergen und an der Begehung von Klettersteigen vermitteln konnte und bedanke mich ganz herzlich bei Valentina, Anita, Heinrich, Christian, Markus und Michael. Soll uns diese Woche in ewiger Erinnerung bleiben.
Euer Guide Gernot
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