Island: Zelttrekking durch das südliche Hochland

Nachdem beim Island-Trekking der Sektion im Juni 2015 wetterbedingt nicht alle Tourenziele erreicht werden konnten, starteten wir diesen Sommer einen neuen Anlauf. Diesmal entscheiden wir uns, das Trekking in den September zu legen, in der Hoffnung den allergrößten Teil der Wege schneefrei vorzufinden.

Und in der Tat waren uns die Wettergötter diesmal durchaus gewogen. Natürlich gab es auch den einen oder anderen regnerischen Tag und einmal gerieten wir sogar in einen richtigen Sturm der uns zur Umkehr und einer weiteren Übernachtung am selben Platz wie zuvor zwang. Im Großen und Ganzen hatten wir jedoch Glück und konnten meist im trockenen Laufen, ja wir hatten sogar einige richtig warme und sonnige Tage. Nur – und das galt für die gesamte Tour –waren die Nächte stets recht kalt. Manchmal sanken die Temperaturen sogar unter den Gefrierpunkt. Wir mussten unsere Schlafsäcke gut zuschnüren und einige von uns legten eine oder gar mehrere zusätzlich Schichten Schlafbekleidung an.

Von Reykjavik aus starteten wir mit dem Bus ins Hochland, um dort den wenig begangenen Fernwanderweg Hellismannaleid zu erwandern. Hier waren wir fast allein unterwegs und konnten die abwechslungsreiche Landschaft in aller Ruhe genießen. Nach vier Tagen war es aber erstmal mit der Ruhe vorbei. Wir erreichten den Endpunkt des Hellismannaleid, den sehr stark besuchten Zeltplatz Landmannalaugar. Hierher kommen nicht nur zahlreiche Tagestouristen mit dem Bus, auch viele Campingfahrzeuge stehen regelmäßig auf dem Parkplatz. Zudem beginnt hier der überaus populäre Fernwanderweg Laugavegur, der Weg der heißen Quellen, den auch wir dort beginnen wollten. Zunächst relaxten wir aber erstmal und nahmen dafür ein ausgiebiges Bad im zum Campingplatz gehörenden natürlichen heißen Pool.

Auf dem Laugavegur konnten wir dann viele Naturschönheiten bewundern, deren Fotos sich auch zuhauf in den isländischen Wanderführern finden. Neben den obligatorischen heißen und sprudelnden Quellen, sahen wir aus der Erde kommende Schwefeldämpfe, ausgiebige Felder erkalteter Lava, in höchst ungewöhnlichen Farben erstrahlende Bergflanken, Wasserfälle und wüstenähnliche Aschelandschaften. Nicht nur wir, sondern auch viele andere Wanderer aus aller Welt zog der Weg ins seinen Bann. Die (kostenpflichtigen) Zeltplätze waren daher durchaus gut besucht. Ab und an konnten wir uns dort aber sogar eine warme Dusche gönnen. Schließlich erreichten wir unser Ziel, die Birkenwälder von Thorsmörk. Inklusive unserer Tagesausflüge legten wir insgesamt über 150 km zurück. Den Großteil davon mit unserem schweren Gepäck (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Gas, Bekleidung und natürlich Lebensmittel für die gesamte Tourendauer). Eine starke Gruppenleistung!

Dann ging es mit dem Bus zurück nach Reykjavik, wo wir einige Tage darauf verwendeten die Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt zu erkunden, bevor es dann wieder in die Heimat ging.

Text und Fotos: Peter Mandler

Foto 1:

Oberhalb des Wasserfalls Fossabrekkur

Foto 2:

Rast auf einem Hochplateau, im Hintergrund einer der größten Gletscher der Region

 

TourenberichtIsland

 

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